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Bruder Bodo Flach
  • *1944 in Bad Polzin, Hinter-Pommern
  • Eintritt: 1963
  • Beruf: Fotograf
  • Arbeitsbereich: Musik, Gästebegleitung, Fotografie, Rezeption in Triefenstein

Jazz – Jugend – Jesus

Ein Dreiklang? Für mich im Alter von 17 Jahren jedenfalls nicht. Denn mit Jesus hatte ich damals nichts am Hut. Nur Jazz und Jugend passten zu mir. Ich spielte seit zwei Jahren Gitarre. Da lud mich mein Freund Jochen zu einer Konzertreihe unter dem oben genannten Dreiklang ein. Ich sollte fotografieren. Veranstalter waren die Christusträger, ein Jugendkreis und eine Wohngemeinschaft, drei Monate zuvor frisch gegründet. Das war meine erste Begegnung mit bewussten Christen. Sie wurde schicksalhaft.

Nach einem halben Jahr begann ich zu beten und nach Gott zu fragen. Er antwortete mir auf eine ganz persönliche Weise. Der Einbruch in mein Leben war stark. Gott überzeugte mich von seiner Liebe zu mir. Bis dahin hatte ich meine Kindheit und Jugend in Bremen und Darmstadt verbracht, in einer Familie, die der Kirche und dem Glauben weitgehend entfremdet war.

Mit 18 Jahren fragte ich mich: »Wie willst du die nächsten vier bis fünf Jahre leben?« Ich wollte Gott auf seine Liebe in angemessener Weise antworten. Das Engagement der Christusträger in der Welt mit Evangelisation und praktischer Hilfe in der Dritten Welt verhieß Zukunft. So entschloss ich mich nach Abschluss der Lehre mit einzusteigen. Das war im Juni 1963. Für die Evangelisation gründeten wir eine erste eigene Band, die Christusträger-Band, später cta.

Mit den CT-Brüdern habe ich neun Jahre in Bensheim gelebt, vierzehn Jahre in der Basel (Schweiz) und jetzt 25 Jahre im Kloster Triefenstein. Viele Jahre habe ich als Reprofotograf in Firmen gearbeitet und für den gemeinsamen Haushalt Geld verdient. 2002 wurde ich arbeitslos.

Heute bin ich im Gästebüro beschäftigt, fotografiere und betreue Drucksachen der Bruderschaft. Noch immer mache ich Musik: in unserer »Hausband«, mit der ct&friends-band und mit Mitlebenden und FSJ-lern.

Aus ursprünglich geplanten vier bis fünf Jahren sind fast fünfzig geworden. Mein Engagement für Jesus hat mein Leben auf eine nicht voraussehbare Weise reich und fruchtbar gemacht. Gleichzeitig ist im Leben alles drin: Höhen und Tiefen, Sonnenschein, Sturm- und Regentage.

Ein Vers aus dem Römerbrief hat mich in den letzten Jahren immer wieder begleitet: »Seid fröhlich als Menschen der Hoffnung, bleibt standhaft in aller Bedrängnis, lasst nicht nach im Gebet.« (Röm. 12,12).

Dies & das

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