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Bruder Dieter Dahmen
  • *1944 in St. Ingbert, Saarland
  • Eintritt: 1964
  • Beruf: Kaufmann
  • Arbeitsbereich: Verwaltung und Gästebegleitung in Triefenstein

Im April 1964 bin ich in die Bruderschaft eingetreten, die damals in Bensheim gerade entstand. Meine Mutter war anfangs etwas traurig wegen dem Abstand und der lieben Freundschaft, die dafür beendet werden musste. Aber das wandelte sich bald, als meine Eltern bei ihren Besuchen die Brüder und das gemeinsame Anliegen für die Armen kennenlernten. Sie wurden selbst gerne Mitarbeiter und haben meinen und unseren Weg dankbar begleitet.

Die Frage: »Warum willst Du zu den Brüdern?« war leicht zu beantworten: »Um Christus in den Armen zu dienen«. Wir waren jung und von den Worten des Herrn begeistert. Die ersten Schwestern und Brüder waren in Pakistan um Leprakranke zu pflegen.

Wegen meiner kaufmännischen Ausbildung wurde mir zur Versorgung der Auslandsstationen das Sekretariat aufgetragen. Diese Aufgabe blieb mir auch im Wachsen der Bruderschaft und bei der Verwaltung unseres Vermögens. Fünf Jahre nach meinem Eintritt ermutigten mich die Brüder zur Bassgitarre in der CTA-Band. Daraus wurden dreißig reich gefüllte Jahre festlicher Evangelisationen. Unzählbar viele Freundschaften sind uns geschenkt worden, missionarische Initiativen und engagierte Gruppen für die Armen sind entstanden, die bis heute dem Meister Jesus im geringsten Bruder dienen. In diese Zeit gehört auch die Einladung an unsere Bruderschaft, eine Niederlassung in Basel zu gründen. So wurden wir CTA-Brüder 1972 nach Basel gesandt. Daraus wurden vierzehn reiche Jahre mit neuen Freundschaften und langjährigen Beziehungen, beschenktes Leben!

1967 begegneten wir Dr. Rieth und dem Therapeutenteam auf dem Ringgenhof und Höchsten und lernten, dass das Vertrauen zu Jesus mit dem therapeutischen Werkzeug zusammen aus Sucht und Zerbruch herausführen. Mit vielen ehemaligen Patientinnen und Patienten und ihren Therapeuten verbinden uns tiefe Freundschaften.

Das Priorat von 1996 bis 2005 war für mich und uns alle eine besondere Zeit. Wir sprachen gründlicher denn je über unsere Bruderschaft, über die Ideale des Anfangs und über unseren Weg. In Nachbarkommunitäten fanden wir Rat und Freundschaft, und in guten ökumenischen Begegnungen zu Ordensleuten anregende Begleitung.

Nach dem Priorat übernahm ich wieder einen Platz in der Verwaltung und begleite Gästegruppen und Einzelgäste.

Das Bild des Herrn in mir hat weitere Farben bekommen, nach dem Frühling und der Sommerpracht; das Bild vom Weinstock und den Reben ist mir näher gekommen. Nach den stürmischen Jahren der Evangelisationen und des Aufbaus von Ralligen und Triefenstein sind die Gottesfragen in den Mittelpunkt gerückt, seine Liebe und seine Herausforderungen. Unser Bruder und Meister Jesus hat in den Evangelien für mich eine stillere, tiefere Sprache gefunden, die ich gerne lerne, um seiner Stimme gut zu folgen. Der Herr ist und bleibe mein Hirte.

Dies & das

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