Christusträger Bruderschaft

Bruder Urs Fahrni

Bruder Urs begann 2015 sein Noviziat in Ralligen, seit 2017 ist er Bruder mit zeitlicher Bindung. Er erfreut mit seinem Brot Brüder und Gäste.

Bruder Urs Fahrni
Bruder Urs Fahrni
  • Geburt 1967 in Wiggen, Schweiz
  • Eintritt Bruder auf Zeit seit dem 8. Januar 2017 in Ralligen
  • Beruf Bäcker, Konditor, Diplom-Masseur

Als Kind und Jugendlicher war Religion für mich Pflicht, gehörte einfach dazu. Aufgewachsen bin ich in einer katholischen Familie, aber mir persönlich bedeutete das damals nichts. Ich flüchtete und fand eine neue Religion im Sport. Dort wollte ich mein Bestes geben und immer noch etwas mehr. So war ich aktiv als Marathonläufer. Ein Unfall setzte einen Stopp – und mit einem Mal verlor ich den Halt in meinem Leben. Zu einer neuen Herausforderung wurde es dann für mich, meine Erfahrungen im Sport als Masseur und Coach weiter zu geben.

Ein neues Kapitel meine Lebens wurde aufgeschlagen, als ich in der Ausbildung zum ärztlich diplomierten Masseur eine Frau kennen lernte, die mit Jesus Christus unterwegs war. Zur richtigen Zeit gab der Herr mir diese Person als Schwester im Glauben zur Seite. Sie brachte mich zurück zum Glauben an Gott, zum Vater, zu Jesus Christus. Das Feuer in mir bekam Nahrung durch das Evangelium und ich saugte das Wort Gottes regelrecht in mich auf. Ich fragte nicht nur: Was ist der Sinn meines Lebens, wo will Gott mich haben? Sondern auch: In welcher Gemeinschaft könnte ich mit ihm und für ihn leben?

Für diese Antworten brauchte es Zeit und viel Geduld. Ich wollte weiter lernen und als Christ reifen, studierte dazu die Bibel und schloss mich einer Vereinigung christlicher Sportler an (SRS).

So begann ein für mich vollkommen neuer Lebensweg. Anfang 2014 bekam ich Kontakt mit den Christusträgern in Ralligen. Dort fand ich eine Gemeinschaft, wie Gott sie mir ans Herz gelegt hatte. Sollte ich da noch kneifen? Ich entschloss mich dazu, Ja zu sagen und den Weg als Novize zu beginnen. Denn ich vernahm deutlich, dass Gott ein Ja zu diesem Weg hat.

So begann ich 2015 mein Noviziat. Ich wollte prüfen, ob ich Jesus am Besten als Bruder in der Gemeinschaft von Brüdern nachfolgen könnte. Zwei Jahre später, am 8. Januar 2017, wagte ich im Kloster Triefenstein den nächsten Schritt: Ich wurde aufgenommen als Bruder auf Zeit, d.h. die Brüder und ich vereinbarten gegenseitig eine zeitliche Bindung von zwei Jahren.

Zu diesem Schritt habe ich mir ein Bibelwort aus dem Römerbrief herausgesucht:

Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.

— Römer 5,1-2 (aus der Elberfelder Studienbibel)

Diesen Frieden mit Gott kann ich heute dankbar erleben. Frieden habe ich auch geschlossen mit meiner Vergangenheit, mit meiner Kindheit, mit meiner Zeit im aktiven Sport. Durch die Begegnung mit Gott fand ich Frieden, Versöhnung, Vergebung. Und doch spüre ich manchmal Zweifel in mir, und stelle in mancher Lage die Frage Warum?

Aber eines weiß ich ganz sicher: Der Herr lässt mich auf diesem sicher nicht leichten Weg als Bruder nicht alleine, Er steht mir jeden Tag zur Seite.

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