Christusträger Bruderschaft

Eine schrecklich nette Familie

Ende Februar beschäftigte sich eine Familienfreizeit in Triefenstein mit den Konflikten zwischen Jakob und Esau. Zwei Teilnehmerinnen berichten:

Viel gab
Viel gab's zu tun beim Stationenlauf – © Br. Bodo Flach, 2017

Streit gibt's in den besten Familien. Doch was ist, wenn es nicht nur kleine Reibereien sind, sondern aus Geschwisterliebe plötzlich Geschwisterhass wird? Wie viel Anspannung kann eine Familie aushalten? Die ungleichen Brüder Jakob und Esau werden in der Bibel auf eine harte Probe gestellt. Einer Prophezeiung Gottes folgend erschleicht sich Jakob das Erstgeburtsrecht seines Bruders Esau. Dieser bleibt zunächst verbittert zurück.

Dieser Konflikt zwischen Jakob und Esau und ihren Eltern Rebekka und Isaak war Thema der Familienfreizeit vom 24. bis 26. Februar im Kloster Triefenstein. Junge Familien und alleinerziehende Mamas mit ihren Kindern aus ganz verschiedenen Orten hatten sich auf den Weg in das bayrische Kloster gemacht, um gemeinsam Zeit zu verbringen und sich mit der Geschichte der beiden Brüder auseinanderzusetzen.

Unter dem Motto Jakob und Esau – eine schrecklich nette Familie versuchten die Erwachsenen Anknüpfungspunkte für den biblischen Text im heutigen Alltag zu finden. Welche Rolle haben wir in der eigenen Familie? Wie gehen wir mit Neid und Konkurrenz um? Und welche Lösungsansätze hätte es für Jakob und Esau gegeben? Währenddessen näherten sich die Kinder dem Thema spielerisch. Sie sangen, malten, bastelten und absolvierten einen Stationenlauf durch die Klosteranlage. Hier war vom Baby bis zum Teenie jeder gut beschäftigt.

Ein Gottesdienst zum Mitmachen – © Br. Bodo Flach, 2017
Ein Gottesdienst zum Mitmachen – © Br. Bodo Flach, 2017

Am Sonntag gab es einen Familiengottesdienst, der die Geschichte von Jakob und Esau nochmals aufgriff und Raum für freies Gebet sowie zahlreiche Mitmachmöglichkeiten bot. Neben dem Programm der Familienfreizeit konnten die Teilnehmer außerdem verschiedene Angebote der Christusträger-Bruderschaft wahrnehmen. So gab es beispielsweise eine Klosterführung und einen gemeinsamen Abend mit Bruder Uwe, der aus seinem Leben erzählte.

Letztlich hat sicher jeder Teilnehmer seine ganz eigenen Erkenntnisse gewonnen. Was jedoch allen bleibt, ist das Wissen um den Ausgang der biblischen Geschichte: Jakob und Esau versöhnten sich. Denn Esau ließ los, was er nicht brauchte. Er verzieh seinem Bruder. Hätten wir das auch gekonnt?

P.S.: Zu Pfingsten 2018 wird es wieder eine Freizeit für junge Familien und Alleinerziehende in Triefenstein geben.

Josephine Kunz und Ina Tittel, 08.03.17

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