Christusträger Bruderschaft

Mich einlassen, einbringen – und entfalten

Ein Jahr lang »Freiwilliges Soziales Jahr« oder »Bundesfreiwilligendienst« im Kloster Triefenstein geht für unsere Mannschaft zu Ende. Die persönliche Bilanz von Rebekka Schaub:

Rebekka und David – © Br. Uwe Stodte
Rebekka und David – © Br. Uwe Stodte

Das Freiwillige Soziale Jahr im Kloster Triefenstein bedeutete für mich zunächst einmal: mich einlassen. Einlassen auf das Leben in einer großen Gemeinschaft. Ich habe ein Jahr zusammen mit Brüdern, Mitarbeitern und den anderen FSJlern gelebt. Da ist es vorprogrammiert, dass man sich mal auf die Nerven geht und es Konflikte gibt. Oft war das für mich herausfordernd, aber auch eine wertvolle Erfahrung. Ich musste über meinen Schatten springen, Schritte gehen, die ich vorher nicht gegangen bin und für manches musste ich kämpfen. Aber all das hat mir geholfen meine Stärken und Schwächen besser zu verstehen. Und ich habe gelernt, wie wichtig Vergebung für das Leben in einer Gemeinschaft ist.

Mein FSJ bedeutete für mich aber auch mich einbringen. Ich war für ein Jahr Teil der Hausgemeinschaft und durfte mich mit meinen Stärken einbringen. Bei Hausgottesdiensten, bei Freizeiten oder bei Projektgruppen. Auch mit der ganz alltäglichen Arbeit habe ich mich eingebracht und habe dabei etwas gelernt. Z.B. wie man Fenster kittet, ein Gerüst aufbaut oder wie man mit einer Motorsense umgeht. Oft waren diese Tätigkeiten sehr eintönig. Ich verbrachte viele Stunden mit Laub rechen, Unkraut jäten oder Rasen mähen. Diese Arbeiten waren für mich mit der Zeit mühsam und monoton. Vor einiger Zeit war eine Gästegruppe aus dem asiatischen Raum zu Gast. Einer der Gäste bedankte sich bei uns FsJlern dafür, dass wir ihnen dienen und damit Gutes tun. Da wurde mir bewusst: Obwohl mir diese eintönigen Arbeiten oft schwer fallen, leiste ich damit meinen Beitrag zum Gelingen der Arbeit der Christusträger. Die Gäste freuen sich an einem sauberen Zimmer und einem gepflegten Garten.

Höhepunkte meines Jahres in Triefenstein waren diverse Ausflüge, Seminare und der Arbeitseinsatz in Rumänien. Besonders die Seminare haben mir sehr gut gefallen. Für diese Erfahrungen könnte ich den Titel mich entfalten wählen. In den Seminaren konnten wir uns ausprobieren. Ich konnte Dinge wagen, die ich ohne das FSJ nie gemacht hätte, wie Schneeschuhwandern oder vierundzwanzig Stunden allein in der Natur verbringen. Auch daran bin ich gewachsen.

Wenn ich auf das Jahr in Triefenstein zurückblicke, weiß ich, dass ich – trotz einiger schwieriger Phasen – die Zeit hier in guter Erinnerung behalten werde. Ich nehme viele gute Gedanken und vor allem tolle Freunde mit.

Übrigens: Ab Herbst sind in Triefenstein noch einige Stellen für junge Frauen und Männer zu besetzen. Hier finden Sie weitere Informationen zu FSJ / BFD bei den Christusträgern.

Rebekka Schaub, 28.07.17

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