Christusträger Bruderschaft

Bruder Christian Hauter

Bruder Christian ist Prior der Bruderschaft und außerdem verantwortlich für das Gästehaus Kloster Triefenstein. Er ist seit 1991 bei den Christusträgern.

Bruder Christian Hauter
Bruder Christian Hauter
  • Geburt 1962 in Rockenhausen, Pfalz
  • Eintritt 1991
  • Beruf Pfarrer
  • Arbeitsbereich Leitung der Bruderschaft, Gästebegleitung in Triefenstein

Meine ersten 16 Lebensjahre verliefen behütet und in ganz normalen Bahnen. Wie viele andere Jungen auch sammelte ich Briefmarken und interessierte mich für Tiere (insbesondere für Affen).

Dann wechselte meine Familie den Wohnort, von Eisenberg in der Pfalz zogen wir in die Nähe von Nürnberg. Dort wurden wir Mitglied einer Familiengemeinschaft auf einem Bauernhof. Für mich (ich war damals 16 Jahre alt) war das sehr spannend, sowohl die Arbeit in der Landwirtschaft, als auch das Zusammenleben der Familien mit Gästen. In der Schule und im Jugendkreis fand ich schnell neue Freunde.

Wir hatten damals das Gefühl, wir könnten die Welt zum Besseren hin verändern. Entsprechend waren auch meine Berufswünsche: Landwirtschaft (mit Schwerpunkt Entwicklungshilfe), Medizin (um seelisch kranken Menschen zu helfen) oder aber Theologie. Ein gefährlicher Unfall mit einem Traktor und andere Erfahrungen meiner eigenen Grenzen machten mir klar: Wenn ich in dieser Welt etwas zum Besseren hin verändern will, dann kann ich das nur mit Gottes Hilfe tun. Ich dachte mir: Und wenn ich so auf Gottes Hilfe angewiesen bin, warum dann nicht den Studiengang wagen, bei dem das am deutlichsten zum Ausdruck kommt?

Mit meiner Entscheidung zum Theologiestudium legte ich mich zugleich auf die Nachfolge Jesu fest. Ihm wollte ich mit der Kraft meines Lebens dienen. Nach meinem Studium und dem Vikariat fand ich in der Gemeinschaft der Brüder Gleichgesinnte, ja nach meinem Empfinden mir überlegene. Anfangs schien mir der Lebensentwurf mit den Stichworten »Gehorsam, Keuschheit und Armut« zu streng. Doch dann merkte ich immer mehr, dass gerade die Disziplin und die soziale Unterstützung innerhalb einer Gemeinschaft mir gut tun würden.

So erlebe ich es heute nach über 20 Jahren Bruderleben immer noch: Die regelmäßigen Gebetszeiten und die geistlichen Aufgabenfelder unserer Gemeinschaft halten die Frage nach Gott und meiner Verbindung zu Ihm lebendig. Die Gemeinschaft stärkt mich im wichtigsten Bereich meines Lebens. Und umgekehrt wollen wir Menschen stärken und unterstützen auf ihrem Weg mit Jesus oder zu Jesus hin.

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