Christusträger Bruderschaft

Bruder Dieter Dahmen

Bruder Dieter war nach seinem Eintritt 1964 lange mit der cta-Band unterwegs. Inzwischen begleitet er in Triefenstein viele Gästegruppen.

Bruder Dieter Dahmen
Bruder Dieter Dahmen
  • Geburt 1944 in St. Ingbert, Saarland
  • Eintritt 1964
  • Beruf Kaufmännische Ausbildung
  • Arbeitsbereich Verwaltung und Gästebegleitung in Triefenstein

Als ich 1964 bei den Brüdern im damaligen Bensheim-Auerbach an der Bergstraße  eingetreten bin, war ich 19 Jahre alt. Zusammen mit einem Freund in der Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde hatte ich die Brüder im August 1963 kennengelernt, ihre Leidenschaft für Gott und den Dienst an den Armen. Das wurde ein stilles Feuer in uns, so dass wir im Herbst bei den Brüdern um Aufnahme baten, um mit ihnen Gott zu dienen, wo immer wir gebraucht werden. Ich kam nicht wie erwartet auf die Auslandsstationen, die es damals in Pakistan bei den Leprakranken gab. Wegen der kaufmännischen Ausbildung wurde ich im Büro gebraucht, für die Verwaltung und Buchhaltung. Im Lauf der Jahre kam zur Versorgung der Stationen im Ausland die Verantwortung für das Vermögen der Bruderschaft hinzu. Mit Bruder Bodo und weiteren Brüdern war ich dreißig Jahre gemeinsam zu Evangelisationen der CTA unterwegs. Der gute Herr hat uns allen von Anfang an ein reich gefülltes Leben geschenkt.

Anfang 2013 wurden die Verwaltungsaufgaben an jüngere Brüder übergeben. Neben den verbliebenen Schreibaufgaben habe ich Kraft und Zeit gewonnen zur Begleitung von Gästegruppen in unseren Häusern und gelegentlichen Diensten außer Haus, zu Predigten und Bibelwochen. Die liebenden und zugleich ungezähmten Worte des Meisters Jesus, sein Beispiel und die damit verbundenen Lebensfragen sind die inneren Hauptthemen meiner jetzigen Lebensjahre.

Warum bin ich Bruder der Christusträger geworden? Die Frage wird in meinem Alter nicht mehr so häufig gestellt, offensichtlich hat sie sich durch das gefüllte Leben erledigt. Dennoch stelle ich sie mir gerne, um mich im Zurückschauen zu vergewissern, dass ich auch heute in meinem Alltag die Haltung der Nachfolge bewahre; womöglich ruhiger, geduldiger. Sein Du zu mir und meine manchmal so zerbrechlichen Du-Worte zu ihm, sind mir die liebsten Momente des Tages. In diesem Du haben auch die offenen Fragen Platz und stören das Vertrauen nicht. Den großen Liebenden kann niemand von uns irritieren.

Inzwischen habe ich dankbar begriffen: Nicht ich habe den Weg der Nachfolge bewahrt, sondern er war es für mich, durch geduldiges Erinnern und wunderbare Fügungen, durch sein Heben und Tragen.

Gelobt sei der Gute Hirte.

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