Christusträger Bruderschaft

Bruder Friedhelm Förster

Bruder Friedhelm ist 1987 in die Bruderschaft eingetreten. Er arbeitet als Kinderarzt im Missionshospital in Vanga/Kongo.

Bruder Friedhelm Förster
Bruder Friedhelm Förster
  • Geburt 1960 in Dorlar bei Wetzlar
  • Eintritt 1987
  • Beruf Kinderarzt
  • Arbeitsbereich Missionshospital Vanga, Kongo

1960 wurden in Dorlar bei Wetzlar Zwillinge geboren. Einer davon der Autor dieser Zeilen. Ich zählte als das fünfte von zehn Kindern, die auf einem Bauernhof aufwuchsen, umgeben von einer stattlichen Anzahl von Rindern und Schweinen, Katzen und natürlich Traktoren, deren es nicht genug geben konnte, waren doch acht von den Zehnen Jungs.

Schule und später Studium machten aus mir einen Doktor der Medizin. Mein Spezialgebiet wurde die Kinderheilkunde.

Die Bruderschaft lernte ich vor gut einem Vierteljahrhundert zu Beginn meiner Studienjahre kennen. Auch eine Großfamilie, in der ich mich schnell heimisch fühlte. Nach Abschluss meines Studiums wurde ich Mitglied, Bruder. Letzteres ein großes Wort.

Gemeinsam mit den Brüdern führte mich mein weiterer Weg ins Weite: In die täglichen Pflichten eines afrikanischen Kinderkrankenhauses. Gemeinsam können wir dort vieles tun, was keiner von uns in einer bürgerlichen Existenz verwirklichen könnte. Ganzer Einsatz für kranke und arme Menschen um Christi willen. Den Benachteiligten und Schwachen Bruder sein, in meinem Fall den Kindern. Schwerst unterernährte Kinder versorgen wir  nach den aktuellen Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation. Zwei meiner Mitarbeiter sind unermüdlich in den umliegenden Dörfern unterwegs, um Vorsorge gegen schwere Unterernährung zu betreiben. Sie sprechen mit den Dorfbewohnern über richtige Ernährung, verbesserte Landbautechniken und ertragreichere Sorten.

Im Laufe der Jahre wuchs bei mir ein Blick für das Ganze des Hospitals. Dies führte mich in die Verantwortung für unsere Zentralapotheke mit einem Medikamentenumsatz von etwa 150.000 Euro pro Jahr. Nebenbei gilt mein Interesse noch dem Erhalt der einzigen Straße, die zu unserem am herrlichen Kwilu-Fluss gelegenen Hospital führt. Erosion ist ein riesiges Problem in Afrika, auch in Vanga. Diese Herausforderung gibt uns die Gelegenheit, wenigstens einigen wenigen der beschäftigungslosen jungen Leuten zu Arbeit und vielleicht etwas Lebensperspektive zu verhelfen. Ich wünschte mir sehr, wir könnten noch mehr jungen Leuten Arbeit und Brot anbieten. Damit Leben gedeihen kann in Vanga.

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