Christusträger Bruderschaft

Technikerteam in Vanga

Was erlebt ein junger Nutzfahrzeugmechaniker, wenn er für drei Wochen für einen Einsatz nach Zentralafrika geht? Das lässt sich schwer in Worte fassen, und auch Bilder lassen nur erahnen, wie anders dort das Leben ist.

Technologisch sind die Kongolesen in Vanga durchaus erfinderisch – © Heiner Oppliger 2026
Technologisch sind die Kongolesen in Vanga durchaus erfinderisch – © Heiner Oppliger 2026

Reise in eine fremde Welt

"Ich bin überrascht und fasziniert davon, wie zufrieden, ja glücklich die Menschen im Kongo sind, obwohl ihre Lebensumstände äußerst einfach sind. Ich bin es gewohnt mit allem gut versorgt zu sein und dort herrscht Mangel an so vielem. Und doch sind die Menschen fröhlich und der Zusammenhalt in den Dörfern und Familien ist groß." So fasst Tom Scharrer (21) seine Eindrücke nach dreiwöchigen Aufenthalt in Vanga zusammen. Er war mit dem Technikteam von fünf Personen aus unserem Freundeskreis in Vanga und hat sich als Nutzfahrzeugmechaniker um die Autos und Generatoren vom Hospital Vanga gekümmert.

Gemeinsam an der Arbeit – © Heiner Oppliger 2026
Gemeinsam an der Arbeit – © Heiner Oppliger 2026

Das Krankenhaus braucht Unterstützung

Sowohl die Wasser- als auch die Stromversorgung für das Krankenhaus wird ausschließlich durch die Technik vor Ort gewährleistet. Für das Krankenhaus mit mehr als 400 Betten gibt es keine staatlich organisierte Unterstützung. Für die Kongolesen ist es eine große Herausforderung, die Technik, die von anderen Kontinenten kommt zu warten und zu reparieren. So ist es dem Technikteam neben der konkreten Hilfe auch ein großes Anliegen die EInheimischen zu schulen. Und wir Christusträger in Triefenstein helfen auch mit, wenn es darum geht, Ersatzteile und passendes Werzeug zu besorgen.

Der Unterhalt der Straßen ist eine Riesenaufgabe, in einem Land mit viel Sand und viel Regen – © Heiner Oppliger 2026
Der Unterhalt der Straßen ist eine Riesenaufgabe, in einem Land mit viel Sand und viel Regen – © Heiner Oppliger 2026

Die Arbeit im Kongo hat Tom Freude gemacht und das Team ist bei der Arbeit gut vorangekommen. Es gab auch Freiräume für Begegnungen und Kennenlernen der Umgebung. Heiner Oppliger war Teil der Technikertruppe und das ermöglichte viele gute Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Heiner lebte und arbeitete mit seiner Frau Rosmarie über 10 Jahre lang in Vanga und leitete in der Zeit den technischen Dienst des Krankenhauses. Für die Zusammenarbeit vor Ort ist es von großem Wert, dass Heiner die Sprache und vieles von der Kultur der Kongolesen kennt. Und dass er Freunde vor Ort hat. Freundschaft und freundliches Zugehen auf andere Menschen gehört zutiefst zur Kultur im Kongo.

Heiner und Marcel in der Millionenstadt Kinshasa – © Christian Schütze 2026
Heiner und Marcel in der Millionenstadt Kinshasa – © Christian Schütze 2026

Unsere Arbeit in Vanga geht weiter

Die Unterstützung der Kongolesen in der Provinz Kwilu, die zu den armen Regionen des Kongo gehört, ist uns Christusträgern ein großes Anliegen, auch wenn keine Brüder mehr dauerhaft vor Ort sein können. Neben der finanziellen Hilfe, die wir Dank unserer Spender aus dem reichen Europa zu den Bedürftigen im Kongo weiterleiten können ist auch die praktische Hilfe und Schulung der Kongolesen für Vanga ein großes Geschenk. Wir sind sehr dankbar für den Dienst, den das Technikteam dort vor Ort geleistet hat.

 

 

 

Br. Christian Hauter, 25.02.26

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